Behandlung von Potenzstörungen

  1. Medikamentöse Therapie
    1. Yohimbin
    2. Apomorphin
    3. Harnröhrenzäpfchen
    4. PDE-5-Hemmstoffe
  2. Stoßwellentherapie
  3. Schwellkörperinjektionstherapie (SKAT)
  4. Operation (Schwellkörperimplantat)
  5. Vakuumpumpe (Vakuumerektionshilfe)
  6. Aphrodisiaka

Die Behandlung von Potenzstörungen ist – wie die Diagnostik von Potenzstörungen – keine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen. Auch private Krankenkassen übernehmen meistens keine Behandlungskosten.

 

1 Medikamentöse Therapie

1.1 Yohimbin

1.2 Apomorphin

1.3 Harnröhrenzäpfchen (MUSE)

MUSE ist die Abkürzung für Medikamentöses Urethrales System zur Erektion. Der Wirkstoff Alprostadil wird in Form eines reiskorngroßen Pellets in die Harnröhre eingebracht. Von dort gelangt der Wirkstoff in den Schwellkörper und führt dort zu einem verstärkten Bluteinstrom. Zudem werden die Schwellkörperhohlräume erweitert, was den Abstrom von Blut aus dem Penis verringert. Dadurch kann es zu einer Erektion kommen, die ca. 30 – 60 Minuten anhält.

1.4 PDE-5-Hemmstoffe = PDE-5-Hemmer

Phosphodiesterase-5-Hemmer (kurz: PDE-5-Hemmer) ist der Oberbegriff für eine Gruppe von Medikamenten, die den Bluteinstrom in den Penis dadurch fördern, dass sie eine Erweiterung der Blutgefäße bewirken. Dabei entfalten diese Medikamente ihre Wirkung gezielt vor Ort am Schwellkörper, indem ein für die Steuerung der Blutgefäße notwendiges Enzym (PDE-5) in seiner Wirkung gehemmt wird. Dadurch wird der Bluteinfluss in die Schwellkörper des Penis gefördert und eine Erektion kann entstehen bzw. gehalten werden.

Alle PDE-5-Hemmer sind keine Aphrodisiaka und steigern auch nicht die Libido. Eine Erektion wird durch sie nur hervorgerufen, wenn zusätzliche Stimulation stattfindet. Die Erektion endet mit dem Orgasmus.

 

2 Stoßwellentherapie

Wirkweise:

Die Stoßwellentherapie stellt eine sichere Alternative zu herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten einer Potenzstörung dar bzw. Nebenwirkungen, die durch die herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten entstehen können, werden vermieden.

3 Schwellkörperinjektionstherapie (SKAT)

SKAT bedeutet Schwellkörper-Autoinjektion. Bei diesem Verfahren wird eine Erektion erzeugt, indem sich der Patient ein Medikament, welches die Muskeln der Schwellkörper und Arterien erschlaffen lässt, in den Penis injiziert. Das Injektionsverfahren kann von den meisten Patienten unter ärztlicher Aufsicht leicht erlernt werden. Diese Therapie wirkt in der Regel auch dann, wenn die Nerven zum Penis durchtrennt wurden.

 

4 Operation (Schwellkörperimplantat = Penisprothese)

Die chirurgische Implantation eines künstlichen Schwellkörpers kann durchgeführt werden, wenn alle nicht operativen Verfahren erfolglos sind. Diese Operation kann jedoch nicht mehr ohne endgültigen Verlust der Erektionsfähigkeit rückgängig gemacht werden. Daher ist eine sorgfältige Nutzenabwägung durch Arzt und Patient erforderlich.

Grundsätzlich unterscheidet man dauerhaft steife Zylinder (der Penis wird für den Geschlechtsverkehr nach oben gebogen) und hydraulische Prothesen. Bei diesen wird über eine Pumpe, die am Hodensack eingepflanzt ist, Flüssigkeit in die Zylinder im Schwellkörper gepumpt, wodurch sich diese versteifen.

 

5 Vakuumpumpe (= Vakuumerektionshilfe)

Die Vakuumpumpe ist eine altbewährte Therapieform der Erektilen Dysfunktion. Es wird ein Plastikzylinder über den Penis gestülpt und mit einer Handpumpe ein Unterdruck erzeugt. Dadurch fließt Blut in den Penis und er versteift. Anschließend wird ein Stauring vom Pumpenzylinder über den Penisschaft abgestreift. So wird ein Abströmen des Blutes aus dem Penis verhindert.

 

6 Aphrodisiaka

Aphrodisiaka sind liebesfördernde Getränke oder Speisen. Bereits in der Antike wurde mit Hoden, Trüffel, Zimt oder Muskat experimentiert. Vor rund hundert Jahren nutzte man vor allem Strychnin und die Rinde des afrikanischen Yohimbebaums. Noch immer glauben viele Menschen, dass etwa Sellerie, Austern, Ingwer oder Knoblauch die Lust fördern. Wissenschaftlich bewiesen ist dies zumeist nicht.

 

Diagnostik von Potenzstörungen

Die Diagnostik von Potenzstörungen ist keine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen.

 

Ursachen von Potenzstörungen